Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf im Osten von Sternberg und 12 km hievon entfernt an der Olmütz - Troppauer Ärarstrasse gelegen, hat in 109 Häuser 823 Einwohner (1895), 374 m. und 449 w.; von welchen 805 Katholiken, 12 protestanten und 6 Israeliten, nach Nationalität 819 Deutsche und 4 Slaven sind.

Deutsch Lodenitz hat eine Grundfläche von 1555 ha 18 a 46 m2 und geringes Ackerland. Es befinden sich daselbst eine Pfarre, zu welcher Dohle, Neuhof, Sperberdorf und Obergrund gehörte, eine dreiklasige Schule mit 192 Schülern und den eingeschulten Gemeinden Neuhof 2 km, Sperberdorf 4 km weit entfernt, eine Post und zwei Vereine; ferner vier Gasthäuser, vier Kaufleute und eine Mühle.

Inmitten des Dorfes steht die St. Isidorskirche im alten Friedhofe auf einem Hügel, welcher vom uralten Bergbau ganz unterwühlt ist. In alter Zeit stand hier, wahrschenlich für die Bergleute, eine Kapelle, welche 1672 der Muttergotes geweiht war und zur Pfarrkirche in Bärn gehörte.

Das Dorf wird von einem, später Bielkowitzer Bielkowitzer Bach genanntem Bache durchzogen und ist von Wäldern umgeben, und zwar von der Mechelshau, dem Kukuckwald, im Norden vom Schafferwald und im Osten vom Ratenwald.

Die Einwohner ernähren sich vom Ertrage der Felder und als Taglöhner.

Geschichte: Die Witwe nach Albert von Bystric, namens Bolka, liess im Jahre 1355 dem Benedikt von Schönwald zwei Lahne hier einlegen und verkaufte hierauf ihr ganzes Heiratsgut daselbst per 130 Mark dem Albert von Sternberg, Bischof von Schwerin, welcher sie auch gemeinschaftlich mit Zdenko von Sternberg am 6. Jänner 1358 das Recht der Auflegung von Steuerabgaben daselbst für 130 Mark Groschen überliess.

Rachut von Lodenitz verschrieb im Jahre 1365 seiner Frau Adelheid, 75 Mark, sowie 1371 Johann von Lodenitz der seinen, Anna 55 Mark auf diesem Besitze.

Deutsch Lodenitz befand sich im Jahre 1397 unter den nach Peter von Sternberg verbliebenen Gütern und der Abt zu Hradisch machte im Namen seines Stiftes Ansprüche auf das halbe Dorf Deutschlodenitz, auf das wüste Dörfchen Lodeničky und den Wald Radkov.

Zu den Jahren 1357, 1397 und 1466 vergl. Sternberg.

Dem Anscheine nach bestand hier in der Vorzeit eine Pfarre, welche um 1550 an die Protestanten übergieng und 1630 aufgelöst wurde.

Am Samstag des heil. Nikolaus 1561 beschenkte Wenzel Berka von Dub und Lippa den Richter Jacob Mader in Deutschlodenitz.

Nach einer im Jahre 1775 vorgenommen en Konskription befanden sich in Deutsch Lodenitz zur selben Zeit 91 Häuser und 573 Einwohner.

FOTOGALERIE

POSTCARD

1945


DEUTSCH LODENITZ - MEIN SUDETENDEUTSCHES HEIMATDORF

Alfred Hanel / Rödemark 1982 


PAMĚTI OBCE HORNÍ LODĚNICE

Koudela Miroslav



GRUNTOVNÍ KNIHA OBCE HORNÍ LODĚNICE_(1624) 1664 - 1799 

GRUNTOVNÍ KNIHA OBCE HORNÍ LODĚNICE_1798 - 1881 


MATRIKY PRO OBEC HORNÍ LODĚNICE 1689 - (1920)

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