Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf, südwestlich von Sternberg, 3, 5 km entfernt in der Ebene gelegen, mit 508 Einwohner (1895) 234 m, 274 w. katolischer Religion, 460 Deutsche und 47 Slaven, einer zweiklassigen Volkschule mit 131 Schülern (eingeschult das 1,7 km entfernte Staadl), einem freiwilligen Feuerwehrverein seit 1892 und einem Schullhellerverein seit 1894. Luschitz gehört zur Post und Pfarre nach Sternberg, liegt an der Sternberg- Littauer Bezirkstrasse und am Sitkabache, welcher im Osten das Dorfes fliesst.

Die Grundstücke im Ausmasse von 502 ha, 57 a, 34 m2 bestehen aus gutem Ackerlande, welches alle Getreidearten und asserdem Mohn und Rüben hervorbringt.

im Orte befinden sich eine dem heiligen Florian gewidmete Kapelle mit einem Glockenturme, die Volkschule, ein Meierhof und zwei Gasthäuser. Zu demselben gehören eine Mühle und Brettsäge.

Geschichte: Des Dorfes Luschitz erwähnt schon eine Urkunde vom Jahre 1130 und gehörte dasselbe seit jeher zur Herrschaft Sternberg. Am Dienstag vor St. Georgi 1488 befreiten Johann Berka von Dub und Lippa und dessen Gemahlin Ludmilla von Krawarz die Unterthanen des Dorfes Luschitz, ausgenommen Geistliche und Schuldiener von Erbanfalle, gegen die Verpflichtung, dass das Dorf alljährlich zu Ostern aufs Schloss 10 Schweineschultern liefee. Wenzel von Berka befreite am Freitag nach Christi Himmelfahrt 1562 die Luschitzer von der Robot, das Küchenholz zum Schlosse Sternberg zu führen, gegen die Zahlung von jährlichen 36 Thaler mähr. in die herrschaftlichen Renten. Die Ross- und Fussrobot blieb jedoch bestehen. 

FOTOGALERIE

POSTCARD

1945


LUSCHITZ - LAND UND LEUTE 1870 - 1970

Johann Langer / Ellgau / 1970 

Z MINULOSTI OBCE LUŽICE U ŠTERNBERKA

Hlůzová Vlasta



MATRIKY PRO OBEC LUŽICE 1636 - (1920)

KIRCHENBÜCHER BÜR GEMEINDE LUSCHITZ