Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf, 6,5 km nordwestlich von Sternberg im Gebirge gelegen, mit 43 Häusern und 269 Einwohnern (1895) 134 m., 135 w. deutscher Sprache und katolischer Religion. Rietsch liegt im Thale und ist rings von bewaldeten Bergen eingeschlossen, so von Kloben und von Liskowetz im Süden, letzterer 338 m hoch. Gegen Westen öffnet sich das Tal und gewährt einen Ausblick in die Hanna Ebene. Im Tale selbst fliess der Goldbach, auch Rietsche genannt.

In der Nähe des Dorfes in nordwestlicher Richtung ist der sogenannte Altarstein zu finden, ein grosser Steinblock, auf welchem zur Zeit des Schwedenkrieges ein katholischer Priester täglich den versammelten Katholiken Messe gelesen haben soll.

Rietsch hat eine Grundfläche von 716 ha 99 a und 15 m2, bestehend aus mittelmässigem Ackerlande, welches Weizen, Korn, Geste, Hafer und Kartoffeln hervorbringt.

Im Orte befindet sich eine einklassige Volkschule mit 31 Schüllern. Rietsch gehört zur Pfarre und Post nach Bladowitz, hat eine Mühle und Brettsäge, drei Gasthäuser und einige Handwerker, einen Gesangverein und einen Zweigverein des Deutschen Schulvereines.

Gut erhaltene Wege verbinden Rietsch mit Komarn und Bladowitz, sowie die Bezirkstrasse mit Sternberg.

Im Jahre 1775 zählte Rietsch in 31 Häusern 234 Einwohner.

FOTOGALERIE

POSTCARD

1945


RIETSCH I.

Willy Bayer 1989 

RIETSCH II.

Fotoalbum



MATRIKY PRO OBEC ŘÍDEČ (MLADĚJOVICE) 1657 - (1920)

KIRCHENBÜCHER FÜR GEMEINDE RIETSCH