Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf, 42 km östlich von Sternberg, am linken Ufer der Oder im engen Thale gelegen, hat 76 Häuser und 406 Einwohner (1895) 189 m. und 217 w. katholischer Religion und deutscher Sprache, eine Pfarre und eine einklassige Volksschule mit 56 Schülern. Die nächste Post befindet sich in Rudelzau.

Die Grunstücke in Bernhau haben ein Gesammtflächenmass von 822 ha 67 a 11 m2, zum Teil aus lehmigen, auf einem Plateau gelegenen Gründen, welche Korn, Gerste, Hafer, Hülsenfrüchte und Kartoffeln hervorbringen.

Das Gemeindegebiet durchfliessen die Schlinge und der Latscher, dieser im engen freundlichen Tale mit üppigen Wiessen. Am rechten Ufer der Schlinge der "Ziegenrücken" in der Höhe von 550 m.

Die Kirche zu Allerheiligen steht auf dem Friedhofe und wurde an Stelle der kleineren hölzernen, bei welcher schon vor 1408 eine Pfarre bestand, im Jahre 1792 neu erbaut. Sie hat zwei Altäre und ein aus der Dominikanerkirche zu Troppau stammendes, von Josef Frömel in Fulnek gemaltes Bild der heiligen Patrone; auf dem Turme vier Glocken, deren eine 1540 gegossen.

Die Einwohner leben von Ackerbau und züchten Rinder und Schafe. Im Orte befinden sich drei Gasthäuser und zwei Mühlen.

Geschichte: Bernhau gehörte im 14 Jahrhundert zur Herrschaft Bodenstadt und besass ehedem einen ziemlich bedeutenden Bergbau, der jedenfalls durch Kriegszeiten eingieng und in Vergessenheit kam. Eine früher hier bestandene Pfarre gieng zur Zeit des Protestantismus an diesen über.

Das Dorf zählte im Jahre 1775 in 52 Häusern 318 Einwohner.

Im Jahre 1920 346 Einwohner

Im Jahre 1930 353 Einwohner

Im Jahre 1939 348 Einwohner

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Die Ortschaft wurde nach 1945 zerstört



BARNOV / BERNHAU

Schwarz, W. / Ambrosch, E.: Bernhau; Pfaumheim, 1986


FOTO

POSTCARD


BARNOV 1. DÍL

VZPOMÍNKY

BARNOV 2. DÍL

VZPOMÍNKY


1937

1945

 1954

2010

X

ARCHIV 1831-1944 / 0,12


FRANZES- ZECHE BEI BERNHAU