Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf, 20,5 km ostnordöstlich von Sternberg im Gebirge, mit 50 Häusern und 338 Einwohnern (1895) 157 m. und 181 w. deutscher Sprache, von denen 321 Katholiken, 11 Protestanten und 6 Israeliten sind. Brockersdorf gehört zur Post und Pfarre nach Bärn , hat eine einclassige Volksschule mit 68 Schülern und liegt an der von Olmütz nach Troppau führenden Kaiserstrasse. Hinter dem Dorfe an der Strasse steht ein im Jahre 1625 errichtetes Kreuz (Ecce Homo), in einer Seehöhe von 633 m.

Die Grundstücke im Ausmasse von 1062 ha 25 a 52 m2 bestehen aus mittelmässigem, lehmigem Boden, welcher meist Korn und Hafer hervorbringt.

Im Osten des Dorfes liegt der Kirchwald. Unter den Erhebungen de Umgebungs in die bedeutensten der schon bei Bärn erwähnte Gieselbergund der Sanickel, letzterer im Nordosten, 674 m hoch.

Im Orte sind ein Gasthaus und zwei Handwerker.

Geschichte: Brockersdorf, auch Prockersdorf, gehörte früher zum Lehen Domdstadt, mit welchem es auch an Sternberg kam.

im Jahre 1775 bestand Brockersdorf aus 42 Häusern, 282 Einwohner.

Im Jahre 1798 wurde hier ein herrschaftliches Brauhaus erbaut,

welches jedoch gegenwärtig ausser Betrieb gesetz ist.

Eine Feuerbrunst verzehrte im Jahre 1833 mehrere Bauernhäuser, das Erbgericht und die Jägers wohnung. Der benachbarte Gieselberg enthält Eisenerze.

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1945