Dorf, 39, 5 km südöstlich von Sternberg, in einem Tale unweit der Pleiss gelegen, mit 143 Häusern und 933 Einwohner (1895) 438 m. und 495 w. katholischer Religion und deutscher Sprache, hat eine Pfarre zu welcher Neugeigen eingepfarrt ist eine zweiklassige Volksschule mit 177 Schüllern und gehört zur Post nach Bodenstadt. Von hier aus führt eine Beirkstrasse über Neugeigen nach Waltersdorf.

Die zu Dittersdorf gehörigen Grundstücke haben einen Flächeraum von 1395 ha 54 a 54 m2, sind teils hügelig und teils eben und von geringen Gütte. Auf denselben wird Korn Hafer und Kartoffeln gebaut.

Der Pleissbach, welcher nördlich vom Dorfe sich mit mit der Oder vereinigt, fliesst östlich am Orte vorüber. In der Nähe die Pleissberge, nördlich der "spitzige Berg", 540 m hoch. Nach Dittersdorf gehört auch die in der Pleissbergen befindliche Kolonie "Aschenwinkel".

Die Einwohner von Dittersdorf ernähren sich vom Ackerbau und Holzhandel. es bestehen hier fünf Brettsägen, zwei davon mit Dampfbetrieb, zwei Mühlen, zwei Windmühlen, vier Kaufleute und vier Gathäuser, eine freiwillige Feuerwehr und ein Spaar- und Vorschussverein.

Die Kirche zur heil. Maria Magdalena stand unterm demselben Tite lauf der näher Anhöhe beim Friedhofe und war im Jahre 1783 unzureichend und baufällig geworden, weshalb der Religionsfond dort eine neue baute, welche jedoch im Jahre 1844 abermals nicht mehr entspach, daher im Jahre 1846 mitten im Dorfe ein ganz neues Goteshaus ausgeführt ward.

Geschichte: Das Dorf gehörte ehemals zum fürstererzbischoflichen Lehensgute Waltersdorf. Dass hier früher der Protestantismus geherrscht und ein Pastor sesshaft gewesen, ist nur durch die Sage bekannt. Im Jahre 1782 wurde die hiesige obrigkeitliche Meierhof unter Ansiedler verteilt.

Dittersdorf zählte im Jahre 1775 in 70 Häusern 741 Einwohner.

Im Jahre 1920 xxx Einwohner

Im Jahre 1930 743 Einwohner

Im Jahre 1939 686 Einwohner

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Die Ortschaft wurde nach 1945 zerstört


1937

1945

1954

2010