Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf, an der Bezirksstrasse Sternberg - Mähr. Neustadt, 5,5 km südsüdwestlich von Sternberg in der Ebene gelegen, mit 145 Häusern und 895 Einwohnern (1895) 390 m. und 505 w.; slavischer Nationalität und katholischer Religion, hat eine dreiklassige, im Jahre 1856 erbaute Volksschule mit 177 Schülern, zu welcher das 2 km entfernte Jägersfeld gehört, eine Post und sieben Vereine. Nach Gnoitz sind die Dörfer Libusch, Strukowitz, Jilkendorf, Źerotein und Jägersfeld eingepfarrt. Die Pfarrkirche zu Maria Himmelfahrt, welche in den Jahren 1807 - 1814 mit Ausnahme des von der alten Kirche beibehaltenen Turmes neu erbaut wurde, hat einen Hochaltar und zwei Seitenaltäre. Über dem Haupteingange im Westen ist ein geräumiges Musikchor; vor dem Haupttür der alte Turm mit Glocken, 1806 von Wolfgang Straun in Olmütz gegossen. Der bis 1833 bei der Kirche befindlich gewesene Friedhof ist seither ausserhalb des Dorfes.

Die Grundfläche per 914 ha 49 a 98 m2 besteht aus sehr fruchtbarem Ackerland, welches alle Getreidearten, Zuckerrüben, Mohn und Kraut hervorbringt. Die Einwohner ernähren sich vom Feldbau. Nebst Handwerkern bestehen hier fünf Gasthäuser, zwei Kaufleute, eine Mühle und zwei Weber.

Geschichte: Gnoitz gehörte um 1131 der Olmützer Domkirche als ein Gut der St. Wenzel Probstei. Wie und wann es zu Herschaft Sternberg kam, bei welcher es seit 1397 fortwährend war, läss sich nicht angeben.

FOTOGALERIE

POSTCARD

1945

mehr


MATRIKY PRO OBEC HNOJICE 1648 - (1920)

KIRCHENBÜCHER FÜR GEMEINDE GNOITZ