Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf im Süden und 2 km von Sternberg entfent in der Ebene mit einem Flächeraum von 435 ha 42 a 97 m2, hat in 42 Häusern 346 Einwohner (1895) 153 m. und 193 w.; nach der Konfession 335 Katholiken, 2 Protestanten , 9 Israeliten deutscher Sprache.

Zu Allhütten gehören: die im Jahre 1891 erbaute II. mähr. Landes Irrenanstalt im Osten an der Strasse, dann die ebenfalls an der Reichstrasse gelegene Kolonie "Baude" und die Kolonie Alesch oder "Ameisenhaufen" im Osten im Tale gelegen.

Allhütten ist nach Sternberg eingepfarrt und besitzt eine einklassige Volksschule mit 43 Schülern.

Mit Sternberg ist Allhütten durch gute Fusswege und die Reichsstrasse verbunden. Er liegt unmittelbar an der Kaiser Ferdinands Nordbahn und an die Bezirksstrasse Bahnhof - II. mähr. Landes Irrenanstalt.

Der gute Ackerboden bringt so ziemlich alle Getreidegattungen hervor. Die Bewohner von Allhütten, welche vom Ertrag des Bodens lebe, gelten als wohlhabend.

An bemerkenswerthen Gebäuden, welche öffentlichen Zwecken dienen, finden sich ausser jenem Irrenanstalt, in welcher 450 Betten aufgestellt sind und 605 Personen verpflegt werden, nur das der Volksschule, welches im Jahre 1895 mitten im Orte erbaut wurde.

Allhütten und Umgebung, wie Baude und Alesch, werden von den Stadtbewohnern als beliebte Erholungsorte aufgesucht.

Geschichte: Der Ortschaft Allhütten wird zuerst in der Stiftungsurkunde Albrechts von Sternberk vom 17. Oktober 1296 erwähnt, auf welcher Budko, Diener in Elhota und Petermann als Zeugen vorkommen. Herzog Karl von Münsterberg-Oels belehnte in einer Urkunde ohne Datum, vermutlich aber 1588 dem Richter in Allhütten namens Johann Roba. Zur Zeit de schwedischen Invasion im Jahre 1642 und den nachfolgenden mag Allhütten den Drangsalen des Krieges am meinsten von den an Sternberg angrenzenden Ortschaften ausgesetzt gewesen sein, da die Schweden von Olmütz aus ihre Angriffe hierher unternahmen. Ein am Eingange des Ortes aufgestelltes steinernes Kreutz soll die Ruhestätte eines gefallenen hohen schwedisches Ofizieres bezeichnen.

Allhütten führt im Gemeindesiegel ein Pferd, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass die Ansassen zur Zeit, als noch die sterile Strasse von Sternberg ins Gebirge führte, häuftig Vorspann leistete und daher angewiesen waren, mit Pferden gut versehen zu sein. Im Jahre 1775 bestand Allhütten aus 29 Häuser und 205 Einwohnern.  



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