Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf, 41, 5 km östlich von Sternberg, im Tale zwischen der Oder und der Dürren Bautsch gelegen, mit 38 Häusern und 238 Einwohnern (1895) 115 m. und 123 w., katholischer Religion und deutscher Sprache, einer einklasigen Volksschule mit 50 Schülern und einem im Jahre 1892 errichteten Feuerwehrvereine. Neudorf ist nach Altendorf eingepfarrt und gehört zur Post Bautsch.
Die Grunstücke von Neudorf haben ein Ausmass von 577 ha 43 a 45 m2 und sind von mittelmässiger Beschaffenheit. Der Frankenberg im Westen des Dorfes erreicht eine Höhe von 524 m.

Die Einwohner nähren sich vom Feldbau und von der Arbeit in den benahbarten schlessischen Steinbrüchen. Im Orte sind eine Mühle, zwei Greisler, ein Gasthaus und eine Anzahl Handwerker.

Die alte St. Joh. Baptist-Filial Kirche, welche die Jahrzahl 1591 trug, wurde im Jahre 1784 ganz umgestaltet. Der Altar enthält ein von Karl Schönbrunner in Wien gemaltes Bild (Taufe Christi). Im Jahre 1854 wurde der hölzerne Turm der Kirche durch einen gemauerten ersetz. Auf demselben befinden sich vier Glocken, die grösste 1772 in Olmütz gegossen von Josef Wolfgang Straub. Der Friedhof befindet sich bei der Kirche.

Neudorf zählte im Jahre 1775 in 45 Häusern 220 Einwohner. 

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1945