Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf, 22 km nordöstlich von Sternberg in einer Bergschlucht gelegen, mit 39 Häusern und 275 Einwohnern (1895) 12 m. und 152 w. deutscher Sprache und katholischer Religion, gehört zur Pfarre und Post nach Bärn, hat eine einklassige Volksschule mit 43 Schülern, zu welcher das 0,85 km entfernte Lerchenfeld eingeschult ist. Altliebe liegt an der Bezirksstrasse Bärn-Gundersdorf. Seine Bewohner nähren sich von dem Betriebe der Landwirtschaft. Die zu Altliebe gehörigen Grundstücke besitzen ein Ausmass von 710 ha 26 a 39 m2, haben einen mitelmässigen Ackerboden, welcher Korn, Hafer, Kartoffeln und Lein hervorbringt. Die Umgebung von Altliebe ist bewaldet. Im Osten des Dorfes sind die beiden erloschene Vulkane, der Rothberg, 750 m hoch und die Goldene Linde gelegen. Unweit desselben entsprigt das Liebauer Wasser, welches den Ort der Länge nach durchfliesst.

Auf einer Anhöhe beim Friedhofe steht die um das Jahr 1752 erbaute Kapelle zu Maria Heimsuchung mit einem Altar, einem gewölbtem Chor und im Turme drei Glocken, gegossen im Jahre 1505.

Im Orte befinden sich zwei Gasthäuser und einige Handwerker.

Geschichte: Das Dorf Altliebe soll der Sage nach früher durch einen Wolkenbruch zerstört und hierauf 1 km von von seinem früheren Standorte entfernt, neu angelegt worden sein.

Im Jahre 1775 waren in Altliebe 28 Häuser und 181 Einwohner.

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1945