Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1895

Dorf, im Westen von Sternberg und von demselben 10,5 km entfernt in der Ebene gelegen, mit 2695 Einwohnern (1895) 1320 m. und 1375 w.; von denen 2683 Katholiken, 9 Protestanten und 3 Israeliten sind oder nach Nationalität sich in 1946 Slaven und 681 Deutsche unterscheiden. Stefanau liegt an der Staatsbahn als Bahnstation und an der Olmütz - Neustädter Strasse, hat eine Pfarre und Post, eine deutsche Eisenwerkschule mit zwei Klassen und 178 Schülern, zu welcher das 1 km entferte Břest und ein Theil des 1,5 km entfernten Benatek eingeschult sind, eine fünfklasige böhmische Volsschule mit 338 Schülern und sechs Vereine, sowie ein Spital mit sechs Betten.

Die zu Stefanau gehörenden Grundstücke umfassen ein Ausmass von 1466 ha 12 a und 54 m2, sind von guter Beschaffenheit und bringen alle Getreidegattungen, auch Runkeln, Mohn hervor. In der Nähe fliesst ein Arm der March, der "Schantelfluss".

Die Bewohner leben vom Ertrage der Landwirtschaft und der Eisenindustrie in dem Schmelzwerke des Baron Klein, in welchem Gussstahl, Maschinen. Eisenbahnbestandtheile etc. erzeugt werden. Hier bestehen drei Kaufleute, ein Hotel, drei Gasthäuser und verschiedene Handwerker.

Die St. Laurenz Pfarrkirche, an Stelle einer alten, grösstenstheils hölzernen und von dem ehemaligen Prämonstratenser Stifte Hradisch erbauten Kirche, im Jahre 1773 errichtet, ist ganz gewölb, mit Schiefer gedeckt, hat drei Altäre, deren Bilder von der Olmützer Malern Johann Pilz und Christophorus Hanke gemalt sind. An der Wänden befinden sich gute Bilder der vier Evangelisten und ein sehr gut aus Holz geschnitztes Crucifix. Auf dem Chore eine Orgel, auf dem Turme vier Glocken, deren grösste 1798 von Straub in Olmütz übergossen. Der Friedhof befindet sich rings um die Kirche.

Im unteren Teile des Dorfes steht die Kirche des Eisenwerkes, ein schöner, im gotischen Stile ausgeführter Bau.

Geschichte: Das ältere Stefanau mochte von einem Stefan angelegt oder zu Ehren des Hradischer Kirchenpatrons so benannt worden sein, denn im Jahre 1273 heisst es ausdrücklich "Stephansdorf". Um das Jahr 1280 wurde das alte aber kleine Stefanau durch Anweisung von 50 Lahnen Waldes von Seite der Abtei Hradisch bedeutend erweitert, indem der Abt Budiš dieselben dem hiesigen Vogte Lybnik zur Gründung eines neuen Dorfes Stefanau nach dem Mähr. - Neustädter Rechte übergab. Zur selben Zeit wird auch die geistliche Pfründe entstanden sein, welche aber erst 1455 ausdrücklich erwähnt wird, in welchem Jahre der Hradischer Abt Nikolaus den P. Bartholomäus präsentierte. Im Jahre 1653 wurde der Pfarrsprengel zur Kirche in Horka gewiesen, im Jahre 1673 zu jener in Boniowitz.  Am 2. November 1788 wurde hier die Pfarre errichtet.

Im Jahre 1775 bestanden in Stefanau 104 Häuser und 888 Einwohner.

FOTOGALERIE

POSTCARD

1945



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KRONIKA_OBCE_ŠTĚPÁNOV_1986-2003.

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